B-Juniorinnen: Das Spiel war nichts für schwache Nerven

Dieser Kommentar in der Elterngruppe unserer B-Juniorinnen traf wohl ziemlich genau das, was nach dem Spiel alle empfanden. Im Spitzenspiel der Kreisliga trafen die Wernigeröder Mädchen auf den Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Die Vorzeichen hierfür waren alles andere als gut, da zwei wichtige Mädchen fehlten und durch jüngere Mädchen ersetzt werden mussten. In Folge dessen halfen Nele und Emma wieder aus. Ihr Debüt gab Martha, die von Stahl Thale durch das Zweitspielrecht unser Team verstärkte.

Eigentlich glaubten die meisten Eltern wohl nicht an einen Erfolg und hofften auf keine zu hohe Niederlage. Das Hinspiel in Braunschweig ging seinerzeit 2:9 verloren. Andererseits wussten die Mädchen um ihre Chance, sich mit einem Sieg in die Vorhand bringen zu können, denn der Gegner hatte unterdessen im Ligaspielbetrieb insgesamt fünf Punkte beim MTV Wolfenbüttel liegenlassen. Und so begannen die Mädels trotz des Altersunterschiedes sehr offensiv und erspielten sich mehrere gute Chancen. Nutzen konnten sie aber keine. Der Druck auf das Braunschweiger Tor und die ständigen Offensivbemühungen jedoch schienen die Braunschweigerinnen ein wenig zu beeindrucken. Die Mädels erspielten sich auch etwa ab der 20. Minute eine Feldüberlegenheit. Zugleich mussten ie auch auf der Hut sein, da die Braunschweigerinnen immer wieder versuchten, ihre schnellen Spitzen in Szene zu setzen. Die Abwehr um Kapitänin Pia mit Lina und Lilly war aber immer zur Stelle und konnten gefährliche Situationen entschärfen. Und wenn die Gästemädels mal zu Schuss kamen, ging der Ball meist daneben. Ansonsten war Karo als Torfrau sehr aufmerksam und ließ sich nicht überraschen. Insbesondere die Einbeziehung der Torfrau in die Abwehr war an diesem Tage ausgeprägter als sonst und verhalf der Abwehr in der eigenen Hälfte zu einer steten Überzahlsituation.  Wichtig war, den Druck auf das Braunschweiger Tor hoch zu halten. Vor allem Amys Zweikampfverhalten, ihre sowie die schnellen Antritte von Lotti auf der anderen Seite und der Druck aus der Mittelposition beschäftigte die Braunschweiger Abwehr in zunehmendem Maße. Mitte der ersten Halbzeit kamen die Schwestern Emma (Jg. 2005) und Martha (Jg. 2006) aus Thale ins Spiel; Martha kam für Amy, Emma für Nele. Beide zeigten ein gutes Spiel. Martha merkte man an, dass sie als jüngste Spielerin auf dem Feld zeigen wollte, dass sie keineswegs als Notlösung da war. Sie ging mutig in die Zweikämpfe und vermochte immer wieder, der jeweiligen Gegnerin im letzten Moment den Ball wegzuschlenzen. Sie brachte sich engagiert in den Angriff ein. So konnte der Druck hochgehalten werden.

   

Mehrere Schüsse der Harzerinnen verfehlten nur knapp das Ziel oder konnten noch zur Ecke geklärt werden. In der 33. Minute konnte Amy, die in der 30. Minute wieder auf Feld zurückkehrte, ihre sehr starke Leistung nach einem gutgetimten Pass von Lotti mit dem Führungstreffer krönen. Der Jubel auf der Wernigeröder Seite war groß und die Mädels aus der Löwenstadt zeigten nun Nerven. Viele Fehlpässe und auch ungenaue Abstöße vom Tor brachten die Germaninnen immer wieder ins Spiel. Mit Glück überstanden die Braunschweigerinnen diese nächsten sieben Minuten  bis zur Halbzeitpause ohne weiteren Gegentreffer. 

   

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte. Mit Amy, Lotti und Martha hatte die Braunschweiger Abwehr so sehr zu tun, dass diese verstärkt werden musste und das Team sich neu formierte. Sie spielten jetzt nur noch mit einem offensiven Mädel, über das dann Konter eingeleitet werden sollte. Doch die Wernigeröderinnen blieben sehr aufmerksam. Auch Karo konnte sich noch mehrfach auszeichnen. Der Mannschaftsgeist im Spiel war deutlich zu spüren. In der 55. Minute spielte Amy einen steilen Pass auf Martha, die von drei Braunschweigerinnen nicht mehr gestoppt werden konnte und unaufhaltsam dem Tor entgegenstürmte. Sie erzielte das 2:0, welches die Hoffnung auf einen tatsächlichen Sieg entstehen ließ. Bei den Mädels aus Braunschweig lief jetzt erst einmal nicht mehr so viel zusammen und die Mädels von Germania hatten mehrere Hochkarätige Chancen, den Deckel zuzumachen. Doch das gelang nicht. Im Gegenteil, in der 68. Minute erzielten die Braunschweigerinnen fast aus dem Nichts heraus den Anschlusstreffer. Jetzt versuchten die Gäste noch einmal alles, den mit einem Unentschieden hätten Ihnen wohl keiner mehr den Titel entreißen können. Unsere Mädels tauschten nun die Positionen soweit, dass Amy als zweikampfstarkes Mädel in die Abwehr rückte und Martha wieder in die Spitze ging. Das Spiel hatte viel Kraft gekostet und ein Teil der Mädels hatte auch vom Vortag ein anstrengendes Landesligaspiel in den Beinen. Wie zu befürchten war, bekam das Braunschweiger Team noch einmal eine zweite Luft und drückte gegen das Harzer Tor, doch die Mädels brachten dieses knappe und wohlverdiente 2:1 über die Zeit. Glückwunsch an die Mannschaft für dieses wirklich tolle Spiel. Die Spielerinnen gingen alle an ihr Limit und hinterließen einen starken mannschaftlichen Eindruck. Nun steht der Germania die Tür zum Titel weit auf, das wäre im Kreis nach dem souveränen Gewinn der Hallenkreismeisterschaft das Double. Außerdem trifft das Team dann im Kreispokalfinale nochmals auf die Eintracht aus Braunschweig. Es könnte wiederum eine sehr erfolgreiche Saison werden.

Aufstellung: Kube (Tor), Glaser, Klein, E. Morina, M. Morina, Renz, Schmidt, Schock und Vogel

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